CreepTD
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27. Februar 2012 - 13:27
comm-press

CreepTD

Und da ist sie endlich: Die lange erwartete Weiterentwicklung von CreepSmash. Endlich ist das Spiel, das eingefleischten Tower Defense-Fans aufgrund seines etwas ungewöhnliche Spielprinzips mittlerweile bekannt sein sollte, der Beta-Phase entschlüpft. Bei diesem Spiel muss man nicht nur gegen die Monster, die hier Creeps heißen, verteidigen, sondern darf eben diese Monster gleichzeitig in verschiedenen kompetitiven Tower Wars-Spielmodi senden. Der Clou bei der ganzen Sache? Man kann das Spiel eben nicht nur gegen die KI spielen, um Highscores aufzustellen, sondern auch gegen seine Freunde und Spieler aus der ganzen Welt, denn die erhalten die geschickten Monster in einer Mehrspieler-Partie.

Und so funktioniert CreepTD

Alle 15 Sekunden gibt es neues Einkommen von dem man entweder Türme oder Creeps kaufen kann. Das Senden der verschiedenen Creeps steigert das eigene Einkommen und sorgt schließlich dafür, dass der Gegner massiv verteidigen muss. Dazu hat man die Auswahl aus sechs ganz unterschiedlichen Türmen, die jeweils geupgraded werden können. Wichtig ist dabei, dass man sich dennoch nicht zu sehr in die Verteidigung drängen lassen sollte um das eigene Einkommen nicht zu sehr zu vernachlässigen.

Dieses einzigartige Spielprinzip ist die Hauptstärke dieses praktisch einzigen nennenswerten Multiplayer Tower Defense-Spiels. In 7 unterschiedlichen Spielmodi und auf über 100 verschiedenen von der Community erstellten Karten kann man die unterschiedlichsten Erfahrungen machen: Im Team mit einem Freund gemeinsam gegen andere spielen, mit bis zu 3 Freunden gemeinsam auf einer Map im klassischen Tower Defense Survivormodus gegen die Creepwellen bestehen oder auf eigene Faust neue Rekorde auf den zahlreichen Maps aufstellen.

Retro-Grafik

Die Retro-Grafik des Spiels, die an Vector TD erinnert wirkt anfangs noch etwas gewöhnungsbedürftig, hat aber auch seine Vorzüge. Man merkt schnell, dass es gar nicht so leicht ist, alles im Auge zu behalten, so dass zu viele Effekte vermutlich auch eher kontraproduktiv wären und man ist später vielleicht sogar dankbar, dass viele Grafiken, vor allem in der klassischen Ansicht, auf Übersichtlichkeit getrimmt sind. Cooler Nebeneffekt des Ganzen: Das Spiel ruckelt auch auf einem 0815-PC nicht und ist problemlos auch aus dem Büro spielbar. Es läuft in jedem Browser und steht zusätzlich als Download-Version für alle Betriebssysteme zur Verfügung. Mit der Pausentaste kann man sogar verhindern, vom Chef beim zocken erwischt zu werden.

Lernkurve

Vor allem am Anfang ist das Spiel aufgrund des menschlichen Gegners, der meist schon einige Erfahrung sammeln konnte, nicht unbedingt trivial. Man merkt z.B. recht schnell, dass man ohne den Einsatz von Tastaturbefehlen gegen gute Gegner wohl wenige Chancen haben wird und konzentriert sich daher am Anfang besser darauf, gegen etwa gleich gute Spieler anzutreten. Wer das ist, erkennt man am Skill-Wert des jeweiligen Mitspielers, der ähnlich der ELO-Zahl im Schach berechnet wird. Nach einiger Spielzeit und mit Hilfe der zahlreichen Guides im Forum sowie einiger lehrreicher CreepTD Videos (CreepTD Video 2) von anderen Spielern wird man aber gerade auch diese hohen Anforderungen schätzen lernen. Es gibt einfach immer noch etwas dazu zu lernen, wodurch der Langzeitspielspaß garantiert ist.

Fazit

CreepTD ist eine gelungene Weiterentwicklung von CreepSmash und ein absolutes Muss für jeden Tower Defense-Fan, der mal wieder etwas Innovatives und Neues kennenlernen will ohne vertrautes Terrain verlassen zu müssen. Das einzigartige Spielprinzip, eine nette Community, ausbalancierte Creeps und Türme sowie die zahlreichen Spielmodi entschädigen vollkommen für die Retro-Grafik, die letztlich ihren Zweck gut erfüllt.

Geheimtipp - Der Map Editor

Mit etwas Kenntnis von Grafikdesign kann man mit dem CreepTD Mapeditor seine eigenen Maps bauen und auf dem Server spielen!